Schlaffest 2017

Oder: wo sich Igel und Bären „Gute Nacht“ sagen.


Ein märchenhafter Abend erwartete uns am Freitag, den 28. April, in unserer Bugenhagen- Kita.
Die Schlange vor unserem Tor war diesmal sogar noch länger als gewöhnlich, denn nicht nur die Bären, sondern auch die Igel standen davor und freuten sich, als Fledermaus Nicole und Märchenprinz Conny sie pünktlich zum 18.00 Uhr-Glockenschlag endlich einließen. Bettenbauen, Gelände inspizieren und Eltern-Rauswerfen dauerte eine Weile. Aber dann trafen wir uns an der Feuerstelle, die von Familie Gilde während Rumpelstilzchens Abwesenheit beaufsichtigt wurde. Nachdem wir uns ein wenig Mut zu gesungen hatten, machten wir uns über das leckere Abendessen her. Selbst das „Tischlein-deck-dich“ hätte wohl kaum köstlichere Speisen hervorzaubern können. Der stetige Nieselregen, der unserer Freiluftveranstaltung einen Strich durch die Rechnung zu machen drohte, konnte uns nicht schrecken. Trotzig setzten sich die ganz Hartgesottenen sogar noch mit ihren Stockbroten ans Lagerfeuer und ließen sich die Leckerbissen mit viel Marmelade schmecken.
Dann begann die Spielphase mit Goldnugget-Suche am Zwergen-Bergwerk, Kampf gegen den dreiköpfigen Drachen, Goldkugelzielwurf, Keks-Hexenhäuschen gestalten und Dergleichen mehr.
Als es dunkel wurde, flatterte uns ein Brief ins Haus, in dem Waldwichtel Kalle uns um Hilfe bat. Er hatte im Auftrag der Wald-Fee eine schwierige Prüfung in der Eilenriede zu bestehen. Natürlich griffen wir sofort hilfsbereit zu unseren Taschenlampen und folgten den an den Zweigen baumelnden Wichtelmützen in den Wald. Nachdem wir etliche Wissensfragen beantwortet und Aufgaben gelöst, zudem noch die Ausläufer des Feuerwerks vom Frühlingsfest bewundert und mit unserem Gesang ein paar späte Eilenriede-Spaziergänger vor uns her getrieben hatten, ging es dann zurück auf unser Außengelände. Hier erwartete uns als Lohn für unsere Hilfe ein Überraschungspaket der Waldwichtel. Nun waren wir aber auch rechtschaffend müde und schliefen nach einer kurzen Katzenwäsche und ein bis vier Märchengeschichten, zwar nicht hundert Jahre lang, aber doch lang genug, dass die Erzieherinnen im Mehrzweckraum alles für das gemeinsame Frühstück vorbereiten konnten. Anders als in dem bekannten Märchen „Hänsel und Gretel“, kamen die Eltern am Morgen wie verabredet wieder vorbei und holten alle Märchenhelden ab. So konnten Rotkäppchen und die anderen „Aufsichtskräfte“, sämtliche Kieselsteine, liegengebliebene Taschenlampen und Deko-Artikel wieder auflesen und an ihren Platz zurück räumen und dann ebenfalls ins Wochenende starten.