Gemeindefahrt 2016

Die diesjährige Gemeindefahrt führte uns in die pommersche Heimat unseres Namenspatrons Johannes Bugenhagen, auf dessen Spuren wir während der fünf Tage immer wieder stoßen sollten.
Mit reichlich Proviant versehen, sind wir am Morgen des 4. Mai von unserer Kirche aus gestartet. Erster längerer Halt war dann Ludwigslust, wo wir das Schloß besichtigten, daß beim letzten Aufenthalt anläßlich der Gemeindefahrt 2011 noch restauriert wurde. Neben den barocken Wohn- und Staatsräumen findet man hier eine umfangreiche Gemäldesammlung, darunter die größte Sammlung von Werken des französischen Tiermalers Oudry. Mit einer kurzen Rast bei Rostock ging es dann direkt zu unserem Hotel in Greifswald. Nach dem Bezug der Zimmer fand der erste der abendlichen Sektempfänge statt, die dem Abendessen vorangingen.
Der Himmelfahrtstag begann mit einer Andacht unserer Gruppe im Hotel, bevor es nach dem Frühstück nach Stralsund ging. Zunächst haben wir die alte Hansestadt mittels einer Fahrt im offenen Bus erkundet, bevor es dann in zwei Gruppen weiterging. Während eine Gruppe mit der Besichtigung der Nikolai-Kirche begann, führte der Weg der zweiten Gruppe zu einer Spielkartenfabrik, in der es neben Informationen zu Drucktechniken, die selbst getestet werden konnten, auch neu­entwickelte Kartenspiele zu entdecken gab. Hier fand auch die Kaffeepause beider Gruppen statt, bevor dann die Programmpunkte getauscht wurden. Die anschließende freie Zeit nutzten wir zum Bummeln durch die Stadt oder entlang dem Hafen, Besichtigen weiterer Sehenswürdigkeiten, Probieren des reichhaltigen Angebotes an Fischgerichten oder einfach zum Genießen der Sonne.
Nach Empfang und Abendessen war dann die Quiz-Tauglichkeit der Gruppe gefragt, als Frau Ludwig unser Wissen testete.
Am Freitag stand nach der Andacht und dem Frühstück Greifswald selbst auf dem Programm. Zu Fuß haben wir uns in zwei Gruppen durch die Stadt führen lassen, wobei wir auf Denkmale, Glasfenster und Kanzelbilder von Johannes Bugenhagen stießen. Es blieb anschließend noch ausgiebig Zeit, die Altstadt Greifswalds zu genießen, bevor es mit unserem Bus zum Kloster Eldena ging; das ehemalige Zisterzienserkloster, das nur noch eine Ruine ist, war ein Kern des alten Greifswald und der Universität. Ganz in der Nähe liegt Wiek an der mit einem Sperrwerk versehenen Mündung des Ryck. Hier gab es dann noch eine kurze Führung durch den Ort, bevor der Bus nach Greifswald zurück fuhr, wo man noch die Sonne bei einem Kaffee oder einfach auf einer Wiese genießen konnte. Aber auch der Fußweg entlang des Ryck, für den sich einige entschieden haben, war entspannend.
Der Abend klang nach Empfang und Abendessen mit einem Austausch des Erlebten des Tages aus.
Der Samstag galt dann der Insel Usedom; erster Punkt war jedoch die Stadt Wolgast. Von der Peene aus führte der Rundgang über das Gelände des nicht mehr vorhandenen Schlosses, den Marktplatz, auf dem gerade ein Konzert eines schwedischen Chores stattfand zur St.Petri-Kirche, die eigentlich aufgrund einer anderen Verpflichtung des Küsters geschlossen war – aber Bugenhagen hat ja fast überall Kontakte, und so ergab sich doch die Möglichkeit, das ein jetzt in der dortigen Kirche engagiertes ehemaliges Gemeindemitglied uns die Kirche öffnete.
Von Wolgast aus ging es dann zur Michaelis-Kirche in Krummin und dann weiter nach Ahlbeck. Hier konnten wir die Seebrücke oder einen Spaziergang am Strand genießen, bevor uns der Bus zurück aufs Festland und ins Hotel brachte. An diesem Abend führte uns Frau Neveling-Wienkamp nach dem Essen mit einem Quiz auf die Spuren Luthers und der Reformation.
Auch eine schöne Reise geht einmal dem Ende entgegen, und so galt es am Sonntag, den Rückweg anzutreten. Dieser begann jedoch zunächst mit einem Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Bugenhagenkirche von Wiek, die wir anschließend noch besichtigten. Zwischen Rostock und Wismar wurde eine Pause zum Verzehr des mitgegebenen Lunch-Paketes eingelegt. Dies sollte jedoch nicht die letzte Verpflegung auf dem Weg sein, denn die weitere Fahrt führte uns über Salzwedel, wo wir noch zu Kaffee und Baumkuchentorte einkehrten.
Zurück an der Bugenhagenkirche wurden wir von Frau Neveling-Wienkamp, die die Reisegruppe am frühen Morgen aufgrund einer Taufe verlassen hatte, mit Sekt erwartet.
So ging die 10. Gemeindefahrt zu Ende und Herr Knüppel, der auch diese wie die vorhergehenden mit viel Einsatz hervorragend organisiert hatte, hat sich bereit erklärt, auch die 11. Fahrt, die uns vom 5. bis 7. Mai an ein noch unbekanntes Ziel führt, zu organisieren.
Michael Geis