Aktion „Schlafende Mark“

Die Gemeindebriefredaktion erreichte vor kurzem folgender Brief, den wir im Wortlaut wiedergeben und gerne unterstützen!

Sehr geehrter Herr Pastor Bochow,
ich bitte Sie um Unterstützung bei meiner Idee zur „Aktion schlafendes Geld“, wobei vielleicht „Schlafende Mark“ treffender ist.
Ich dachte an einen Aufruf (in der Bugenhagen-Zeitung), der etwa folgenden Text haben könnte:

Liebe Mit-Menschen,
bei einer Aufräum-Aktion (alte Kleidung, Koffer, Taschen, ... sollten sortiert und entsorgt werden) greife ich in eine Tasche und finde einen 10-Mark-Schein, in einer Hosentasche eine Mark und zwanzig, in einer alten Jacke 17 Pfennige und so ging es weiter. Insgesamt 30,75 DM. Das ist Geld, das ich nicht vermisst habe, Geld, das ich deshalb auch nicht benutzt hätte, Geld, das ungenutzt „geschlafen“ hat. Wenn ich arm wäre, hätte ich mich über das „Geschenk“ gefreut, das Geld umgetauscht und etwas Nettes davon gekauft. Nun bin ich nicht arm. Aber auch nicht reich, noch nicht einmal wohlhabend. Aber ich lebe in guten Verhältnissen, habe nichts zu entbehren und bin dafür dankbar. Dieser Dankbarkeit möchte ich Ausdruck geben.

Ich möchte die Aktion „schlafendes Geld“ ins Leben rufen für eine Nothilfe für Bedürftige. Ich denke an etwas weniger Bürokratismus, wenn es um die Hilfe in Not geht. Ich denke z. B. an ein Geschenk an den Kindergarten der Bugenhagenkirche, damit Bücher gekauft werden können, ich denke an andere Großzügigkeiten im Alltag.

Bitte schauen Sie in Ihren Taschen nach, ich wette, auch Sie haben „Schlafgeld“, bringen Sie es mit zur Kirche oder ins Gemeindebüro, geben Sie es in einem Umschlag in den Briefkasten. Bitte lassen Sie sich gewinnen und anrühren für etwas Gutes, etwas Sinnvolles.. Jeder Pfennig zählt, es müssen nur viele mitmachen.

Ich starte mit 30,75 DM zur Hilfe und Großzügigkeit in der Bugenhagen-Gemeinde.

Sie haben wirklich kein „Schlafgeld“? Dann darf es auch ein Euro sein.
Ich grüße Sie herzlich und hoffe auf große Resonanz.

Ilse Kämmer