Ursula Jäkel erhält Bürgerpreis

Sie haben es sicherlich in der Zeitung gelesen „Eine Unsichtbare erhält den Bürgerpreis“. Der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult hat Ursula Jäkel den Bürgerpreis verliehen. Ihr Arbeitspensum ist wohl mindestens das einer mit einer halben Stelle tätigen Diakonin (und zwar einer Diakonin, die nicht so auf die Uhr achtet, wenn sie im Dienst ist). Ich habe mich bei Pastor Bochow erkundigt, seit wann Frau Jäkel eigentlich dieses Pensum absolviert - er war sich nicht ganz sicher, aber etwa seit 1987 - das 25-jährige Dienstjubiläum wäre dann schon vorbei.
Seit jener Zeit betreut Frau Jäkel alte Menschen im DRK Altenheim in der Elkartallee. Sie besucht sie zu ihren Geburtstagen oder auch zwischendurch und bereitet den monatlichen Gottesdienst im Haus vor: Herrichten des Rau-mes, Abholen der Bewohner/innen, die alleine dort nicht hinkommen können, Aufräumen, Abendmahlswein und -geschirr zwischen dem Haus und der Gemeinde hin und her tragen, Kollekte ins Gemeindebüro bringen, und was sonst noch so anfällt.
Seit der Eröffnung des GDA Wohnstiftes in Waldhausen 1989/90 tut sie dies auch für dieses Haus! Sie schafft es (mir ist es ein Rätsel, wie) Krankheiten, Urlaub, Familie und alles was einem sonst noch so dazwischen kom-men kann, so zu organisieren, dass sie nie fehlt (mehr als 25 Jahre lang)!
Einige Jahre gab es noch ein monatliches Angebot in der Altenwohnanlage Elkartallee 4, das nicht nur thematisch von einem Vorbereitungskreis gestal-tet wurde, dem - wie sollte es anders sein - Ursula Jäkel angehörte.
Viele Jahre (es waren insgesamt 18) war sie darüber hinaus im Kirchenvorstand aktiv, sie bereitet damals wie heute die Treffen des Besuchsdienstes vor und begleitet nach wie vor auch diesen Teil der Seniorenarbeit der Gemeinde.
Sie ist ein guter Geist in der südlichen Südstadt, der nie im Vordergrund steht. Sie macht alle diese Dinge mit einer Selbstverständlichkeit, die ihresgleichen sucht.
Es gibt noch eine ganze Reihe weite-rer „Kleinigkeiten“, die auf diese Liste gehören und ich bin der Meinung bei diesem umfangreichen Einsatz hat sie den Preis mehr als verdient! Wir sagen herzlichen Dank für das Engagement und wünschen ihr weiterhin (ganz uneigennützig) viel Kraft, Gesundheit und Gottes Segen für ihr Tun!
Sabine Kohl
Foto: Antje Kellner

Foto: Antje Kellner